bei den Bienen…

die Flora meines Standortes macht einen schmackhaften Honig!

der Naturwabenbau ist der Mittelpunkt bei meiner Imkerei,
ich nutze für die Vermehrung meiner Bienen, den natürlichen Schwarmtrieb.

Ich führe meine Völker auf dem Wabenmaß „Deutsch Normal anderthalb“ (DN 1,5) und halte meine Bienen in Holzbeuten. Habe Erfahrungen seit 2012, ein fünfjähriges Imkerprojekt im Oberharz, mit rauhen Winterwetter im Sommer mit bunten Bergwiesen. (Honig aus Buntenbock).

2017 mit Winterverlusten und eine neue berufliche Veränderung im privaten Umfeld ergaben einen anderen Standort für die Bienen sowie ein Umzug für mich. Seid 2018 mit einem neuen Volk im nördlichen Harzvorland auf dem Klostergut Heiningen bei Wolfenbüttel. Ich erhielt einem Schwarm von einer Vereins- Imkerin aus Rosche Danke Anne- Silke. Dieser Bien hatte eine Wachslinie am Oberträger erhalten und baute über den Sommer 2018 seine Waben. Zum Frühjahr 2019 haben Sie ein Bilderbuch Wabenwerk errichtet und eine Volkstärke die für „alte“ Erfahrungen mit meinen Bienen auch für mich neu ist. Es ist ein erleben pur, meinen Bienen bei der Arbeit zu zusehen. In einigen Wochen fängt die Schwarmzeit an. Dies ist meine Vermehrungsgrundlage, natürlich und im Sinne vom Wesen des Biens. Was für eine Stärkung und soziale Bindung bei den Bien seid Jahrtausenden von Evolutionsjahren in den letzten 100 Jahren bei uns Menschen und Imkern wohl in Vergessenheit geraten ist.

Davor habe ich keine Angst, ich bin mit Erfahrungen aus meinem Verein und vielen Fachseminaren dazu sehr offen:  Meine Betriebsweise ist wesensgemäß, nicht Bienen schädigend, da in meiner Region sehr oft von Faulbrut Sperrbezirken gesprochen wird. Ich bin gerne bereit darüber Unwissende zu informieren. Mein Bien hat eine gesunde und soziale Vitalität – da ich keine Zucht, keine Mittelwände und keine Schwarmvorwegnahme unterstütze.

Ich nehme die gesetzlichen Bestimmung zur Varroabehandlung ernst. Theoretisch würde ein Bienenschwärmen ausreichen, da sich der Organismus beim ausziehen auf Fieber ähnliche Temperaturen aufheizt um sich gemeinsam zur Schwarmtraube niederzusetzen. Später würde der Schwarm sich erneut auf den Weg machen: „um seines Geistes zu finden.“ Dies war ein anthroposophischer Ansatz, den ich nach einem Vortrag mal sehr interessant fand. Es gibt von den Imkern ja auch „Bienen Sauna“ ähnliche Erfindungen um die Varroa Milbe zu überhitzen, leider sind dies alles noch nicht wirkliche finanzierbare Erfindungen. Bei dem Schwärmen der Bienen, liegt im „alten“ Volk, wo neue Königinnen herangezogen werden, eine Brutpause vor. Dies ist ein absoluter Vorteil, weil die Varroa Milbe als Bienenparasit sich an den Bienenmaden ernährt und in der verdeckelten Brut im Wabenwerk vermehrt. Dazu gibt es viele Erläuterungen, einfach mal in die Suchmaschinen eingeben… . Zwei Wochen ohne Futter, das ist schon eine gute Grundlage um einen Parasiten loszuwerden. Vergessen wir nicht die Temperaturen, die wir beim ausschwärmen erwähnt hatten – da heizt sich ein Teil der Bienen auf, der mit der „alten“ Königin auszieht. Ich denke das sich die Temperaturen auch auf das ganze Bienwesen überträgt. Dieser Prozess findet um die Mittagszeit am hohen Sonnenstand und an schönen Tagen in der Schwarmzeit um Mitte Mai statt.

Dennoch, nehme ich die gesetzlichen Bestimmung zur Varroabehandlung sehr ernst. Ich benutze 15%ige Milchsäure in der Brutpause, während der Schwarmzeit und ggf. 60%ige Ameisensäure zur Spätsommerbehandlung.

Es gibt noch zahlreiche andere Optionen, aber auch hier ist irgendwie nicht alles angenehm, es bleibt 100 Jahre Bienenzucht und eine lange Veränderung eines Wesens durch uns Menschen. Sehen wir nur in Richtung unserer Landwirtschaft, viele Themen die mich sehr beschäftigen. Ich bin sehr Umweltpolitisch interessiert und in zwei großen Vereinen die sich für einen Veränderung dieser aktuellen Situation einsetzt.

Liebe grüße,

Bernd Hebel, Bienenhalter